Schwere Vorwürfe gegen Zoo Hannover

05.04.2017 • 20:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hannover. Der Zoo Hannover wirbt mit seiner „Rüsselbande“, in Kürze wird die nächste Elefantengeburt erwartet: Doch jetzt werfen Tierschützer den Pflegern vor, Baby-Elefanten zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen. Nach den Misshandlungsvorwürfen will der Zoo Hannover die von Tierschützern heimlich gefilmten Aufnahmen jetzt genau analysieren. „Sollte irgendwo ein Fehlverhalten stattgefunden haben, werden wir konsequent handeln“, sagte Zoo-Direktor Andreas Casdorff der dpa.

Die Tierrechtsorganisation Peta hatte im Herbst Kameras im Trainingsbereich der Elefantenanlage versteckt und dokumentiert, wie Pfleger Jungtiere mit dem Einsatz von Elefantenhaken und Peitsche dressieren. Peta hat bei der Staatsanwaltschaft Hannover Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen die Zoo-Verantwortlichen erstattet.

Peta wirft dem Zoo vor, den Dickhäutern Schmerzen zuzufügen, um sie für Shows zu trainieren. Dagegen beteuert Direktor Casdorff: „Wir müssen die Tiere trainieren, um eine Beziehung zwischen Mensch und Tier herzustellen.“ Dies sei zur Pflege und für medizinische Behandlungen notwendig. Vor etwa drei Jahren seien die Elefantenshows abgeschafft worden, sagte der Direktor. „Wir machen nur noch kommentierte Fütterungen. Diese Kunststücke finden nicht mehr statt.“