Wien: Schlag gegen Menschenhändler

06.04.2017 • 20:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Die Wiener Polizei hat eine Gruppe von Menschenhändlern dingfest gemacht, die Kinder, Jugendliche und junge Frauen als Taschendiebinnen ausgebeutet hat. Sieben Personen wurden festgenommen und befinden sich in U-Haft. Darüber hinaus haben die zuständigen Beamten der Arge Taschendiebstahl in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (BK) die Identität von 27 unmittelbaren Täterinnen geklärt, von denen zwei in Haft sind. Die anderen befinden sich nicht mehr in Österreich. Ihnen wurden 650 in Wien begangene Taschendiebstähle mit einem Gesamtschaden von 295.000 Euro zugeordnet. Bei zwei Hausdurchsuchungen, die parallel zu den Festnahmen der Drahtzieher bereits Anfang Jänner erfolgten, wurden 12.000 Euro sichergestellt.

Die aus kroatischen und bosnischen Staatsbürgern bestehende Gruppierung agierte international. Die Mädchen wurden jeweils für mehrere Wochen zur Begehung von Diebstählen in eine europäische Großstadt gebracht. Zwischen den unmittelbaren Täterinnen und den Hinterleuten bestanden teilweise Verwandtschaftsverhältnisse. Zum Teil haben Eltern ihre Töchter an die Menschenhändler praktisch verkauft.