ISS-Raumfahrer sind auf die Erde zurückgekehrt

10.04.2017 • 20:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Besatzungsmitglied und NASA-Astronaut Shane Kimbrough wird kurz nach der Landung der russischen Sojus getragen.  Foto: Reuters
Besatzungsmitglied und NASA-Astronaut Shane Kimbrough wird kurz nach der Landung der russischen Sojus getragen. Foto: Reuters

173 Tage haben drei ISS-Raumfahrer im All verbracht. Am Montag landete ihre Kapsel in Kasachstan.

Baikonur. Mit einer harten Landung in der kasachischen Steppe sind drei Raumfahrer von der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde zurückgekehrt. Ihre russische Sojus-Kapsel schwebte an einem rot-weißen Fallschirm herab und setzte mit einem Plumps auf, wie die Fernsehkamera der Raumfahrtbehörden Roskosmos und Nasa am Montag zeigte.

In Schwerelosigkeit geforscht

Allerdings spielte ihnen starker Wind einen Streich, die Kapsel kippte um und schleifte noch einige Meter über den Boden. Rettungskräfte waren aber schnell zur Stelle und holten den US-Astronauten Shane Kimbrough und die russischen Kosmonauten Andrej Borissenko und Sergej Ryschikow unverletzt aus der Sojus. Sie hatten knapp ein halbes Jahr in der Schwerelosigkeit auf der ISS geforscht. Unter Kimbroughs Kommando arbeitete die Crew an Hunderten Experimenten in den Bereichen Biologie, Biotechnologie, Physik und Geowissenschaft. Der Amerikaner war auch an mehreren Außeneinsätzen beteiligt, um eine neue Andockstation vorzubereiten.

Der technisch problemlose Rückflug der drei Raumfahrer dauerte knapp dreieinhalb Stunden. Weil das Einschweben der Kapsel südöstlich der Stadt Scheskasgan bei Sonnenschein gut zu beobachten war, sprachen Experten im Nasa-TV von einer der spektakulärsten Sojus-Landungen.

Verstärkung für Besatzung

Auf der ISS-Station arbeiten weiterhin die Amerikanerin Peggy Whitson als neue Kommandantin, der Russe Oleg Nowizki und der französische Astronaut Thomas Pesquet von der Europäischen Raumfahrtagentur Esa. Am 20. April sollen die Raumfahrer Fjodor Jurtschichin (Russland) und Jack Fischer (USA) vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS starten. Russland schickt aus finanziellen Gründen weniger Kosmonauten ins All. Deswegen bleibt ein Platz leer.