Korallenbleiche schadet auch dem Tourismus

12.04.2017 • 20:29 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Experten befürchten über eine Million Touristen weniger pro Jahr. So entgingen der Region Einnahmen von umgerechnet mehr als 700 Mill. Euro.
Experten befürchten über eine Million Touristen weniger pro Jahr. So entgingen der Region Einnahmen von umgerechnet mehr als 700 Mill. Euro.

Sydney. Die verheerende Korallenbleiche am Great Barrier Reef vor Australiens Nordostküste erlebt derzeit die stärkste Bleiche seiner Geschichte und bedroht einer Studie zufolge auch den Tourismus des Landes. Sollte das Korallensterben anhalten, könnte die Region mehr als eine Million Touristen pro Jahr und damit rund eine Milliarde Australische Dollar (knapp 710 Millionen Euro) an Einkünften verlieren, warnte Australiens Klimarat am Mittwoch. Die Bleiche sei nicht nur „eine Umweltfrage“. „Das Great Barrier Reef gehört zu Australiens wichtigsten Wirtschaftsgütern“, mahnte die Vertreterin des unabhängigen Expertengremiums, Lesley Hughes. „Es bringt unserer Wirtschaft jedes Jahr sieben Milliarden Dollar und Beschäftigung für 70.000 Menschen.“ Sie berief sich bei den Schätzungen zum Tourismus in Queensland auf eine Analyse des Australia Institute.