Mobile Hilfsteams in Hungersnotgebiet

14.04.2017 • 20:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Juba. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) kann Menschen in den umkämpften Hungersnotgebieten im Südsudan nur noch mit mobilen Teams örtlicher Mitarbeiter unterstützen. Die MSF-Klinik in der Stadt Leer wurde mehrfach angegriffen, und die Bevölkerung ist wegen Kämpfen immer wieder zur Flucht gezwungen, wie die Hilfsorganisation erklärte. Deswegen setze man jetzt statt auf eine stationäre Gesundheitsversorgung auf Teams örtlicher Mitarbeiter, die die Menschen dort versorgen, wo sie sich gerade befinden.

Die Mitarbeiter sind darin geschult, häufige Beschwerden wie Atemwegserkrankungen, Verletzungen oder Malaria zu versorgen. MSF-Teams fliegen immer wieder punktuell in die Hungers-
notregionen Leer und Mayendit im Bundesstaat Unity, um die Mitarbeiter mit medizinischem Material und Trainings zu unterstützen, wie die Organisation mitteilte.

Die Vereinten Nationen haben Ende Februar für Leer und Mayendit eine Hungersnot ausgerufen. Wegen andauernder Kämpfe haben Helfer dort nur sehr eingeschränkt Zugang. 100.000 Menschen sind unmittelbar vom Hungertod bedroht. Im Südsudan sind den UN zufolge dieses Jahr rund 5,5 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.