Mann postet Mordvideo in sozialem Medium

17.04.2017 • 20:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Steve Stephens (r.) soll sein 74-jähriges Opfer willkürlich ausgesucht haben.  Foto: AP
Steve Stephens (r.) soll sein 74-jähriges Opfer willkürlich ausgesucht haben. Foto: AP

Mann erschoss in Cleveland in USA 74-Jährigen vor laufender Kamera und veröffentlichte Video im Internet.

Cleveland. Fahnder in den USA jagen einen Verdächtigen nach der Veröffentlichung eines Mordvideos auf Facebook. Der Mann befinde sich weiterhin auf der Flucht, teilte die Polizei in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio mit. Er soll den Mord verübt, gefilmt und das Video anschließend selbst auf Facebook hochgeladen haben.

Rund 47.000 Euro Belohnung

Der Verdächtige, auf dessen Ergreifung die Polizei inzwischen umgerechnet 47.000 Euro ausgesetzt hat, ist demnach mit einem weißen Ford unterwegs. Er sei „bewaffnet und gefährlich“ und könne inzwischen den Bundesstaat verlassen haben, warnten die Behörden. Laut Polizei soll der Verdächtige einen 74-Jährigen getötet und die Tat am Sonntagnachmittag (Ortszeit) in dem sozialen Netzwerk übertragen haben. Die Aufnahmen seien nach der Tat hochgeladen worden, berichteten Medien unter Berufung auf einen Facebook-Sprecher. Das Video sei später gelöscht worden.

Das Opfer befand sich Medienberichten zufolge auf dem Heimweg von einem Osteressen mit seinen Kindern, als der Mord geschah. Nach bisherigen Erkenntnissen wählte der Täter den 74-Jährigen willkürlich aus. „Was heute geschah, ist sinnlos“, sagte Polizeichef Calvin Williams. Er forderte den Mann auf, sich zu stellen.

Der mutmaßliche Täter habe in einem zweiten Video behauptet, noch weitere Menschen getötet zu haben, teilte die Polizei mit. Der Verdächtige sei „wütend auf seine Freundin“ gewesen und habe deshalb auf Menschen geschossen, sagte seine Mutter. Sie habe am Sonntag mit ihrem Sohn gesprochen und ihn gebeten, aufzuhören. Sie könne nicht glauben, was passiert sei. Laut dem Bericht hatte die Polizei auch mit der Freundin des mutmaßlichen Täters gesprochen. Medienberichten zufolge arbeitete der Mann in einer Klinik für Kinder mit Verhaltens­auffälligkeiten im Nordosten von Ohio.

Steve Stephens (r.) soll sein 74-jähriges Opfer willkürlich ausgesucht haben.  Foto: AP
Steve Stephens (r.) soll sein 74-jähriges Opfer willkürlich ausgesucht haben. Foto: AP