Regionalexpress hat Signal überfahren

17.04.2017 • 20:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Zwei Tage nach dem Zug­unglück im Bahnhof Wien-Meidling sind die Ursachenforschungen einen Schritt weiter. Demnach stand am Ostermontag fest, dass der an der Kollision beteiligte Regionalexpress (REX) ein Signal überfahren hatte. Deshalb dürfte es zur Kollision mit dem Railjet gekommen sein. Das sagte ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger am Ostermontag.

Unklar war aber nach wie vor, wie es zu dem Überfahren des Signals kam. „Das müssen wir untersuchen, ob es ein menschliches Versagen oder ein technischer Defekt war, der dazu geführt hat“, erläuterte Hahslinger. Die beiden Züge waren am Samstagnachmittag gegen 16.30 Uhr im Bereich des Bahnsteiges 5 aufeinandergeprallt. Der Railjet war offenbar gerade beim Anfahren, der REX hingegen auf einer Verschubfahrt, weil er kurz darauf die Strecke Richtung Norden nach Retz und Znojmo (Znaim) über Floridsdorf befahren sollte. Für Verschubfahrten gelten andere Regeln als im Liniendienst.

Jedenfalls waren beide Züge im Bahnhofsbereich mit verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit unterwegs. Nicht zuletzt deshalb endete die Kollision vergleichsweise glimpflich. Neun Personen wurden im Railjet verletzt. Der REX war leer, die beiden Lokführer blieben unverletzt. Die Schäden waren jedoch beträchtlich.