Schnee führte zu Chaos und Stromausfällen

Welt / 20.04.2017 • 20:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Der heftige Wintereinbruch hat Mittwochabend und Donnerstag zu Chaos auf Österreichs Straßen, zu Stromausfällen, politischen Reaktionen und Panik bei den Weinbauern geführt. Die in der Nacht gesperrten Autobahnen A1 und A21 waren am Donnerstag wieder befahrbar. Verkehrsminister Jörg Leichtfried forderte eine Verlängerung der Winterreifenpflicht für Lkw über 3,5 Tonnen um einen Monat.

In Niederösterreich und im Burgenland waren wegen des Schneefalls Tausende Haushalte ohne Strom. Nachdem in der Nacht in Niederösterreich 25.000 Haushalte betroffen waren, lag die Zahl am Donnerstag in der Früh noch bei knapp über 1000. Bäume waren geknickt, Äste abgebrochen und in Freileitungen gestürzt. In Wien-Liesing stürzte am Mittwochabend wegen des schweren Schnees ein Baum auf einen fahrenden Pkw. Der Lenker wurde von der Berufsfeuerwehr in der Kaltenleutgebner Straße aus dem Fahrzeug befreit, er erlitt leichte Verletzungen.

Während in der Obersteiermark starker Schneefall zu Verkehrsunfällen führte, brachte in Graz sowie im Umland der Sturm Schäden mit sich. In Mariazell schneite es mehr als einen halben Meter. Das Rote Kreuz musste dort angesichts der Schneemassen zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen. Die Rettung fuhr nur gemeinsam mit der Feuerwehr zu Einsätzen.