325 Millionen weltweit mit Hepatitis infiziert

21.04.2017 • 20:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Genf. Weltweit leiden rund 328 Millionen Menschen an chronischer Hepatitis B oder Hepatitis C. 2015 gab es dadurch 1,34 Millionen Todesopfer. „Wir brauchen mehr Prävention und müssen die Preise für die Hepatitis C-Medikamente herunterbringen“, sagte der aus Österreich stammende Chef des WHO-Aids- und Hepatitis-Programms, Gottfried Hirnschall, zur Publikation des Welt-Hepatitis-Berichts der APA.

Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag veröffentlichte Report umfasst erstmals auch eine Darstellung des globalen Ausmaßes der Verbreitung der beiden Virus-bedingten Leberentzündungen, welche im Falle der zumeist sexuell übertragenen Hepatitis B oft, im Falle der vor allem über Blut übertragenen Hepatitis C jedoch zumeist chronisch verlaufen. Die Folge können langfristig unter anderem Leberzirrhose, Leberversagen und Leberzellkarzinome sein. Die Hepatitis B lässt sich per Impfung vermeiden. Für die Behandlung der schweren chronischen Hepatitis B stehen Medikamente zur Verfügung, welche die Infektion langfristig unterdrücken können. Mit den neuen Therapien gegen die Hepatitis C lässt sich eine Ausheilung in rund 95 Prozent der Fälle erreichen. Diese Zahl ist in etwa vergleichbar mit der Zahl der Todesopfer durch Tuberkulose und höher als jene durch HIV.