Gran Canaria: Fährunfall verursacht Ölteppich

23.04.2017 • 20:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kurz nach dem Ablegen krachte die Fähre in die Hafenmole, 60.000 Liter Treibstoff liefen aus. Foto: ap
Kurz nach dem Ablegen krachte die Fähre in die Hafenmole, 60.000 Liter Treibstoff liefen aus. Foto: ap

Nach Fährunglück bekämpft die spanische Küstenwache einen Ölteppich vor Gran Canaria.

gran canaria. Vor der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria hat sich nach dem Unfall einer Fähre ein großer Ölteppich gebildet. Beim Auslaufen aus dem Hafen der Inselhauptstadt Las Palmas fuhr ein Schiff mit Ziel Teneriffa am Freitagabend mit rund 140 Passagieren an Bord gegen eine Kaimauer. Dabei wurden Tankleitungen im Hafen beschädigt, aus denen etwa 60.000 Liter Treibstoff in den Atlantik flossen, wie Behörden berichteten.

Wegen des Ölteppichs wurden am Sonntag alle Strände an einem etwa 20 Kilometer langen Küstenabschnitt zwischen San Cristóbal und Gnado gesperrt, wie der Notdienst der Kanaren mitteilte. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, da im Prinzip kein Risiko für die Gesundheit der Menschen bestehe, hieß es.

Spezialteams setzten gestern ihre Arbeiten fort, den Ölteppich einzudämmen. Ein Sprecher der Regierung der Kanaren gab nach einem Hubschrauber-Beobachtungsflug bekannt, der Ölteppich treibe etwa einen Kilometer vor der Küste. Er sei etwa acht Seemeilen lang (knapp 15 Kilometer). Der Regierungschef der Kanaren, Fernando Clavijo, hatte am Samstag via Twitter versichert, laut Experten bestehe keine nennenswerte Gefahr für die Umwelt.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft Naviera Armas ereignete sich die Kollision aufgrund eines technischen Defekts. Etwa zehn Passagiere seien wegen leichter Verletzungen  in Las Palmas behandelt worden.