Hinrichtungsserie in US-Staat fortgesetzt

25.04.2017 • 20:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Little Rock. Ungeachtet der Kritik an ihren geplanten „Fließband“-Hinrichtungen haben die Behörden im US-Staat Arkansas am Montag zwei weitere Häftlinge exekutiert. Es ist das erste Mal seit dem Jahr 2000, dass der US-Staat Arkansas zwei zum Tode verurteilte Häftlinge an einem Tag exekutiert. Marcel Williams wurde am Montag um 22.33 Uhr (Ortszeit) für tot erklärt, 17 Minuten nach der Injektion einer Giftspritze. Zuvor am Abend, um 19.20 Uhr, war Jack Jones in der gleichen Zelle hingerichtet worden. Williams war nach der Vergewaltigung und Tötung einer Frau 1994 zum Tode verurteilt worden. Auch Jones hatte eine Frau vergewaltigt und umgebracht. Die Häftlinge hatten vorher vergeblich versucht, die Vollstreckung der Urteile auszusetzen. Sie hatten argumentiert, die Prozedur könne aufgrund ihrer Erkrankungen wie Diabetes und Fettleibigkeit besonders schmerzhaft sein.

Ursprünglich hatte der Gouverneur von Arkansas für einen Zeitraum von elf Tagen vier Doppel-Exekutionen angesetzt. Bei den acht geplanten Hinrichtungen drängte die Zeit, weil ein für die Prozedur benötigtes Medikament Ende April abläuft. Die ersten drei von ihnen wurden durch Gerichtsentscheidungen vorläufig ausgesetzt. Am vergangenen Donnerstag war die erste Hinrichtung erfolgt, am kommenden Donnerstag ist eine weitere geplant.