Schmerzengeld für vertauschtes Kind

Welt / 12.06.2017 • 22:30 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Graz. In Österreich bekommt eine Familie 90.000 Euro, weil ihre Tochter vertauscht worden ist. Das Landgericht Graz sah es in dem Zivilprozess als erwiesen an, dass es 1990 im Landeskrankenhaus zur Verwechslung zweier Neugeborener gekommen war. Den drei Familienmitgliedern wurden nach Auskunft des Gerichts vom Montag jeweils 30.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Außerdem muss die Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) die Kosten für die Adoption der Tochter in Höhe von etwa 2000 Euro zahlen. Die betroffene Familie hatte erst vor einigen Jahren bei einer Blutuntersuchung der Tochter erfahren, dass diese nicht das leibliche Kind sein kann, sondern nach der Geburt vertauscht worden war.