Atommülltransport sorgt für Proteste

Welt / 28.06.2017 • 22:45 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
An einer Brücke hängende Aktivisten zwangen den umstrittenen Atommüll-Transport auf dem Neckar zu einem ungeplanten Stopp. AP
An einer Brücke hängende Aktivisten zwangen den umstrittenen Atommüll-Transport auf dem Neckar zu einem ungeplanten Stopp. AP

Obrigheim. Erstmals wird hoch radioaktiver Atommüll in Deutschland auf dem Wasser transportiert. Ein Spezialschiff mit drei Castor-Behältern legte unter starkem Polizeischutz am
Mittwochmorgen am stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) ab, wie der Energieversorger EnBW mitteilte. Die Container mit verbrauchten Brennelementen sind für das Zwischenlager Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) bestimmt. Für die etwa 50 Kilometer lange Strecke auf dem Neckar wurde eine Fahrzeit von etwa zwölf Stunden erwartet. Atomkraftgegner haben mit einer Protestaktion den Castor-Transport zeitweise gestoppt. Vier Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood seilten sich in Bad Wimpfen mit einem Transparent mit der Aufschrift „Verhindern statt verschieben“ von einer Brücke ab. Polizisten mussten den Weg frei machen.