Hausbetreiber pochten auf billige Fassade

Welt / 30.06.2017 • 22:40 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Medienberichten zufolge wurden bei der Sanierung zur Kostensenkung Aluminiumplatten verbaut. Foto: Reuters
Medienberichten zufolge wurden bei der Sanierung zur Kostensenkung Aluminiumplatten verbaut. Foto: Reuters

London. Nach der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower gibt es neue schwere Vorwürfe gegen die kommunale Hausverwaltung: Wie die britische Zeitung „The Times” und der Rundfunksender BBC am Freitag berichteten, hat das vom Bezirk Kensington und Chelsea beauftragte Gebäudemanagement KCTMO bei der Sanierung auf Kostensenkungen gepocht.

Die für die Fassadenverkleidung zuständige Baufirma wurde demnach gebeten, den Sozialbau mit billigeren, aber weniger feuerfesten Platten zu verkleiden. In einem E-Mail an die beauftragte Firma Artelia UK verlangte die Hausverwaltung dem Bericht zufolge im Juli 2014 einen „guten Preis“ für die Sanierung. Sie schlug demnach unter anderem vor, statt Zinkplatten leichter entflammbare Aluminiumplatten zu verwenden – und damit rund 293.000 Pfund (333.000 Euro) einzusparen.