Angreifer von Macerata hatte rassistische Gründe

Welt / 04.02.2018 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Luca T. soll aus einem Auto das Feuer auf die Afrikaner eröffnet haben. APA
Luca T. soll aus einem Auto das Feuer auf die Afrikaner eröffnet haben. APA

Macerata Die Schüsse auf Afrikaner in der Kleinstadt Macerata (Region Marken) haben in Italien Entsetzen und Furcht vor weiterer Gewalt ausgelöst. Der mutmaßliche Schütze handelte nach Informationen der Behörden aus rassistischen Motiven. Der 28-Jährige zeige keine Reue, berichteten italienische Medien am Sonntag unter Berufung auf die Ermittler. Der Schütze hatte am Samstag zwei Stunden lang aus einem fahrenden Auto geschossen und dabei sechs Menschen aus Gambia, Nigeria, Ghana und Mali verletzt. Der Verdächtige soll einen „rechtsextremistischen Hintergrund mit klaren Bezügen zum Faschismus und zum Nazismus“ haben, sagte der italienische Innenminister Marco Minniti. Laut der Nachrichtenagentur Ansa hat der 28-Jährige bei seiner Vernehmung gesagt, unmittelbar vor der Tat im Radio erneut von dem Mord an einer 18-Jährigen gehört zu haben, die angeblich von einem nigerianischen Drogendealer getötet worden war. Die Tat hatte Macerata vor wenigen Tagen erschüttert.