Schweres Zugunglück

Welt / 12.02.2018 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Drei Feuerwehren waren mit 42 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz, sie bargen die Verletzten aus dem Eurocity. APA
Drei Feuerwehren waren mit 42 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz, sie bargen die Verletzten aus dem Eurocity. APA

Kollision in der Obersteiermark fordert ein Todesopfer und 22 Verletzte.

Niklasdorf Bei der Kollision mit einem Regionalzug im Bereich des Bahnhofs von Niklasdorf (Steiermark) wurde am Montag die gesamte Fensterfront eines Eurocityzugs weggerissen. Dabei kam laut Polizei eine Frau ums Leben. 22 Insassen, darunter drei Kinder, wurden verletzt. 60 Menschen wurden aus dem Zug geborgen. 

Bei den beiden Bahn-Garnituren handelt es sich um einen Eurocity (EC216) der Deutschen Bahn von Graz nach Saarbrücken und einen Personen-Nahverkehrszug, der von Leoben in Richtung Bruck und damit in die entgegengesetzte Richtung unterwegs war. Gegen 12.45 Uhr sollten die Züge im Bahnhof Niklasdorf aneinander vorbeifahren, doch es kam zu einer sogenannten Flankenkollision. Die Verletzten wurden laut Polizeisprecher Lamb in die Krankenhäuser nach Leoben und Bruck an der Mur gebracht. Einige von ihnen standen unter Schock. Die Leiche der getöteten Passagierin wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft obduziert. Angaben zu ihrer Identität wurden zunächst nicht gemacht. Drei Feuerwehren waren mit 42 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz. Das Rote Kreuz versorgte mit 19 Rettungs- sowie zwei Notarztfahrzeugen die Patienten am Unfallort. Die Feuerwehrleute mussten teils hydraulisches Rettungsgerät einsetzen. Teile der Garnituren waren aus den Schienen gesprungen.

Die Ursache der Kollision war am Montagnachmittag noch unklar. Laut ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger war für den Regionalzug ein Halt im Bahnhof Niklasdorf geplant. Der Fernverkehrszug dagegen sollte nicht anhalten. Nun sollen die Fahrtenschreiber sowie die Signalstellungen und sogenannten Zufahrtsstraßen der Züge ausgewertet werden. Wie lange der Unfallbereich gesperrt bleibt, ließ sich noch nicht sagen.