USA wollen Raumstation ISS offenbar privatisieren

12.02.2018 • 21:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Seit 2000 ist die ISS dauerhaft bewohnt und kreist mit 28.000 km/h um die Erde. APA
Seit 2000 ist die ISS dauerhaft bewohnt und kreist mit 28.000 km/h um die Erde. APA

New York Die USA wollen aus der Finanzierung der Internationalen Raumstation ISS aussteigen und eine Privatisierung vorantreiben. Das berichtete die „Washington Post“ am Sonntag unter Berufung auf ein internes Dokument der US-Raumfahrtbehörde NASA. Demnach könnten die US-Module der ISS nach dem Ende der bisher geplanten Finanzierung im Jahr 2024 an einen privaten Betreiber übertragen werden. Seit fast 20 Jahren betreiben die Raumfahrtbehörden der USA, Russlands, Japans, Kanadas sowie die europäische ESA gemeinsam die ISS. Das Ende der staatlichen Finanzierung bedeute nicht, dass die Station dann außer Betrieb genommen werde, heißt es in dem NASA-Dokument. „Es ist möglich, dass die Industrie beginnen könnte, bestimmte Teile oder Fähigkeiten der ISS als Teil einer künftigen kommerziellen Plattform weiterzubetreiben.“ Ziel der US-Regierung unter Donald Trump sei es, den erdnahen Orbit für „nicht-staatlichen menschlichen Weltraumflug“ zu nutzen.