Größte Reisewelle der Welt

Welt / 13.02.2018 • 21:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Millionen Reisende sind auf dem Weg in ihre Heimatprovinzen, um dort am Donnerstag mit ihren Familien ins Jahr des Hundes zu feiern. APA
Millionen Reisende sind auf dem Weg in ihre Heimatprovinzen, um dort am Donnerstag mit ihren Familien ins Jahr des Hundes zu feiern. APA

Behörden rechnen mit knapp drei Milliarden Reisen um das chinesische Neujahrsfest.

Peking Vor dem bevorstehenden Neujahrsfest hat in China die größte Reisewelle der Welt Fahrt aufgenommen. Millionen Reisende sind auf dem Weg in ihre Heimatprovinzen, um dort am Donnerstag mit ihren Familien ins Jahr des Hundes zu feiern, das laut dem chinesischem Mondkalender am 16. Februar beginnt.

Behörden rechneten während der Zeit rund um das Neujahrsfest mit insgesamt 2,98 Milliarden Auto-, Bahn- und Flugzeugreisen. Gerechnet wurde mit 8,8 Prozent mehr Bahnfahrten und einem Anstieg um zehn Prozent bei den Flugreisen. Reisen mit dem eigenen Auto könnten laut der Vorhersage dagegen erstmals zurückgehen. Mit einem Rekord sei bei Urlaubsreisen zu rechnen: Rund 6,5 Millionen Chinesen haben demnach in der 40-tägigen Periode um das Neujahrsfest Reisen in andere Länder geplant. Vorausgesagt wurde auch, dass Reisende während des Frühlingsfestes bis zu 476 Milliarden Yuan (61,45 Milliarden Euro) ausgeben werden – ein Anstieg um 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wichtigster Feiertag

Das Neujahrsfest ist in China der wichtigste Feiertag des Jahres. Es wird durch den Mondkalender bestimmt und fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum. Am letzten Tag des alten Jahres versammelt sich traditionell die ganze Familie zu einem gemeinsamen Essen. Auf das sich daran eigentlich anschließende Feuerwerk müssen zumindest die Menschen in der Hauptstadt Peking in diesem Jahr verzichten. Die Stadtregierung hat erstmals wieder alle Knaller und Raketen im weiteren Stadtgebiet innerhalb des fünften Autobahnringes um die 22-Millionen-Metropole verboten. Als Gründe wurden die Luftverschmutzung sowie Unfälle genannt. Schon von 1993 bis 2006 gab es in Peking ein solches Verbot.