Trump will Lehrer bewaffnen

22.02.2018 • 21:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Überlebende von Parkland und Angehörige der Opfer früherer Massaker baten Trump zum Teil unter Tränen, Änderungen im Waffenrecht durchzusetzen.  Rts
Überlebende von Parkland und Angehörige der Opfer früherer Massaker baten Trump zum Teil unter Tränen, Änderungen im Waffenrecht durchzusetzen.  Rts

In der Debatte für schärfere Waffengesetze greift der US-Präsident brisanten Vorschlag auf.

washington Nach dem Massaker an einer Schule in Florida hat sich US-Präsident Donald Trump offen dafür gezeigt, Lehrer verdeckt Waffen tragen zu lassen. Trump brachte den Vorschlag am Mittwoch bei einem Treffen mit Angehörigen und Überlebenden von Schulmassakern auf und löste damit eine Debatte aus.

Trump sagte, es dauere fünf bis acht Minuten, bis die Polizei am Tatort eines Schulmassakers eintreffe. „Wenn man einen Lehrer hat, der mit Schusswaffen vertraut ist, könnte er den Angriff sehr schnell beenden.“ Man werde sich das sehr genau ansehen. Trump legte am Donnerstag auf Twitter nach. Er habe niemals gesagt, man solle Lehrern Waffen geben, so wie es CNN und NBC berichtet hätten, schrieb Trump. Er habe gesagt, man müsse die Möglichkeit prüfen, ob Lehrer, die mit Waffen vertraut seien und ein spezielles Training hätten, diese verdeckt tragen könnten. Wenn ein potenzieller Täter wisse, dass es an einer Schule eine große Anzahl von Lehrern gebe, die mit Waffen vertraut seien und sofort schießen würden, würde er die Schule niemals angreifen, fügte er hinzu. „Feiglinge werden nicht dorthin gehen… Problem gelöst. Man muss offensiv sein, Verteidigung allein funktioniert nicht.“

Trump legte neben dem verdeckten Tragen von Waffen in Schulen noch andere Vorschläge auf den Tisch. Weitere Maßnahmen könnten strengere Überprüfungen von Waffenkäufern und ein Anheben der Altersgrenze sein. Außerdem solle das Problem psychischer Erkrankungen angegangen werden, sagte Trump. Auf Twitter schrieb er am Donnerstag, der Kongress sei derzeit in der Stimmung, endlich etwas gegen das Problem zu tun. Er werde sich für umfassende Hintergrundüberprüfungen bei Waffenverkäufen einsetzen, die einen Schwerpunkt auf die psychische Gesundheit legen, fügte der Präsident hinzu. Details nannte er nicht.