Empörung in den USA: Hilfspolizist griff bei Schulmassaker nicht ein

23.02.2018 • 21:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bei dem Amoklauf hat ein 19-Jähriger in Florida 17 Menschen erschossen. AP
Bei dem Amoklauf hat ein 19-Jähriger in Florida 17 Menschen erschossen. AP

Parkland Neue Empörung nach dem Schulmassaker von Florida mit 17 Toten: Ein bewaffneter Hilfspolizist soll zur Tatzeit in Parkland vor Ort gewesen sein, aber nicht eingegriffen haben. „Ich bin entsetzt, und mir wird richtig übel. Dafür lassen sich keine Worte finden“, sagte der Polizeichef von Broward County in Florida, Scott J. Israel, zum Verhalten des uniformierten und bewaffneten Kollegen.

Der Hilfssheriff war am Mittwoch voriger Woche auf dem Schulgelände von Parkland (Florida) im Einsatz, als ein 19-Jähriger 17 Menschen erschoss. Der Mann müsse gewusst haben, dass ein Todesschütze im Gebäude war, sagte Israel. Er habe aber davor gewartet, statt einzugreifen – das gehe aus dem Video der Überwachungskameras und aus Zeugenaussagen hervor. Demnach habe der an der Waffe ausgebildete 54-Jährige vier Minuten vor dem Schulgebäude ausgeharrt, die Bluttat dauerte insgesamt weniger als sechs Minuten. Der Hilfspolizist wurde inzwischen vom Dienst suspendiert.