EU-Kommission lässt Kärntner Glyphosatverbot nicht zu

Welt / 28.03.2018 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Brüssel, Klagenfurt Das in Kärnten geplante vollständige Glyphosat-Verbot für drei Jahre kann in der angedachten Form nicht kommen. Die EU-Kommission habe „ernsthafte Bedenken“ dagegen geäußert, informierte der grüne EU-Abgeordnete Thomas Waitz am Mittwoch. Das Verbot des Unkrautvernichters sei „zu wenig begründet“.

Waitz und NGOs forderten nun ihrerseits Klarstellungen der EU, wie ein nationales Verbot möglich wäre. Landeshauptmann Peter Kaiser erklärte, er nehme die Entscheidung aus Brüssel zur Kenntnis, aber: „Wir werden sicher nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern alle Möglichkeiten ausloten.“ Es gebe bereits Gespräche mit Vertretern der Kommission, um andere Wege zu finden, „um dieses Unkrautgift weitestmöglich zu verbannen“, sagte Kaiser. Er erwartet sich dabei „deutlich mehr an Unterstützung“ von der Bundesregierung und speziell von Umweltministerin Elisabeth Köstinger.

Ein vollständiges Verbot von Glyphosat würde den grundlegenden Vorschriften über die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 widersprechen, teilte die Kommission in einem Schreiben laut Waitz mit.