Frauenleiche im Neusiedler See: Mann wollte Überreste essen

02.05.2018 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eisenstadt Rund zwei Wochen nach dem Fund einer zerstückelten Frauenleiche im Neusiedler See kommen immer mehr grausige Details ans Licht. Der Verdächtige  hat laut Staatsanwaltschaft Leichenteile in seiner Wiener Wohnung in der Tiefkühltruhe eingefroren, um sie später zu „kosten“. Astrid Wagner, Verteidigerin des 63-jährigen Beschuldigten, sagte, dass dies ursprünglich nicht geplant gewesen sei. Ihr Mandant habe einen Teil der Leiche in der Wohnung „vergessen“ gehabt und es sei ihm nichts anderes eingefallen, als diesen zu lagern. Auf die Idee, Überreste des Opfers zu essen, sei er erst später gekommen.

Wer die getötete Frau ist, blieb am Mittwoch bei einer Pressekonferenz von Landespolizeidirektion Burgenland und Staatsanwaltschaft Eisenstadt weiterhin offen.

Das Wiener Landesgericht für Strafsachen hat inzwischen Details aus dem Vorleben des Beschuldigten öffentlich gemacht. Er wurde am 17. Oktober 2016 bedingt entlassen. Der Mann habe sich da bereits mehr als 20 Jahre im Vollzug befunden. Bei der Entscheidung für seine Freilassung aus der Wiener Haftanstalt sei auch berücksichtigt worden, dass der Beschuldigte das letzte Jahr seiner Anhaltung als Freigänger in einer betreuten Wohneinrichtung verbracht hatte. Nach der Entlassung habe er sich bis zum Frühjahr 2018 in einer betreuten Wohneinrichtung aufgehalten. Er ging einer geregelten Tagesstruktur nach und hielt sämtliche Weisungen ein.