Blitze, Starkregen und ein Tornado

03.05.2018 • 20:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien, St. Pölten, Tulln Schwere Niederschläge haben in der Nacht auf Donnerstag die niederösterreichischen Bezirke Tulln und St. Pölten getroffen. Durch das Unwetter wurden Dutzende Keller überflutet, Straßen und Äcker überschwemmt, Bäume stürzten auf Strom- und Telefonleitungen. Auch in Wien gab es mehr als 100 Feuerwehreinsätze, jedoch keine gröberen Unwetterschäden.

Die Unwetter brachten im Osten des Landes ungewöhnliche Mengen an Regen und Blitzen. Innerhalb weniger Stunden regnete es fast so viel wie in einem durchschnittlichen gesamten Mai. In Niederösterreich und Wien gab es laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in den vergangenen fünf Jahren kaum Tage mit so vielen Blitzen. 18.824 Blitze über Österreich registrierte das österreichische Blitzortungssystem Aldis – fast alle in der Osthälfte des Landes.

Ein angeblicher Tornado, der sich laut Medienberichten in der Nähe Wiens gebildet hatte, wurde auch von Georg Pistotnik, Meteorologe und Tornado-Experte bei der ZAMG, beobachtet. „Von der Struktur her sah es aus wie ein Tornado, das müsste im Bereich Wilhelminenberg/Hernals gewesen sein. Ungewöhnlich ist allerdings, dass es danach keinerlei Schadensmeldungen gegeben hat. Es könnte sich somit um einen Tornado gehandelt haben, der keinen Bodenkontakt hatte“, erklärte Pistotnik.