Bewohner auf Hawaii in Angst

06.05.2018 • 20:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Lavamassen türmen sich auf einer Straße im Wohngebiet Leilani.  Reuters
Lavamassen türmen sich auf einer Straße im Wohngebiet Leilani.  Reuters

Warnung vor giftigen Gasen wegen Vulkanausbruchs. Tausende auf der Flucht.

Honolulu Nach dem starken Erdbeben und dem Vulkanausbruch in Hawaii haben sich am Wochenende Tausende Menschen in Sicherheit gebracht. Behördenangaben zufolge wurden mehrere Häuser zerstört oder schwer beschädigt, Menschen wurden jedoch nicht verletzt. Nach dem Ausbruch des Vulkans Kilauea warnten die Behörden vor gefährlichen Schwefelgasen. Das Erdbeben auf Big Island war das stärkste seit 1975, löste aber keinen Tsunami aus. Das Epizentrum lag in rund fünf Kilometern Tiefe an der Südseite des Vulkans Kilauea. Er ist einer von fünf aktiven Vulkanen auf der Insel und einer der aktivsten Vulkane der Welt.

Durch die Beben waren vorübergehend Tausende Haushalte ohne Strom. Die US-Flugsicherheitsbehörde FAA schränkte den Flugverkehr über dem Gebiet ein. Im Hawaii Volcanoes-Nationalpark stürzten Gesteinsbrocken auf Wanderwege, an der Küste brach ein Fels ab und stürzte ins Meer. Die Behörden schlossen den Park, der mehr als ein Zehntel der Insel ausmacht. Rund 2600 Besucher wurden in Sicherheit gebracht. „Derzeit ist es nicht sicher hier“, teilte die Parkaufseherin Cindy Orlando mit.

Die Behörden warnten nach dem Vulkanausbruch vor einem „extrem hohen Gehalt an gefährlichen Schwefelgasen“. Junge und ältere Menschen sowie Leute mit Atemproblemen müssten dem Evakuierungsbefehl Folge leisten.

Luftaufnahmen zeigten orangefarbene Lava, die aus einer 150 Meter langen Erdspalte in die Luft gespuckt wurde. An einer Straße im Wohngebiet Leilani im Südosten der Insel quollen Rauch und Lava aus dem Erdinneren nach oben, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Auf Fernsehaufnahmen waren Lavaströme in einem Waldgebiet zu sehen. In der Gegend stehen rund 770 Häuser.