Zwei Tote und Vermisste nach Grubenunglück in Polen

06.05.2018 • 20:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Verzweifelte Angehörige warten auf Nachrichten. AP
Verzweifelte Angehörige warten auf Nachrichten. AP

Warschau In einem polnischen Bergwerk sind zwei Arbeiter bei einem Erdbeben am Samstag ums Leben gekommen. Rettungskräfte bargen am Sonntag zwei Tote aus der Zofiowka-Mine in Schlesien, bestätigte der Chef des Gruben-Betreibers JSW, Daniel Ozon. Rund 200 Helfer suchten weiter nach drei seit dem Beben vermissten Bergleuten Das Erdbeben, das zu dem Unglück führte, ereignete sich in einer Tiefe von 900 Metern. Nach Angaben der polnischen Behörden hatte es eine Stärke von 3,4 auf der Richterskala. Vier Bergleute wurden nach Angaben des Unternehmens gleich nach dem Beben an die Oberfläche geholt, zwei weitere konnten sich mithilfe der Rettungskräfte aus ihrer gefährlichen Lage befreien. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki besuchte die Überlebenden am Samstagabend im Krankenhaus. Staatspräsident Andrzej Duda machte sich am Sonntag vor Ort ein Bild von den Rettungsarbeiten.

In den polnischen Kohlegruben kommt es immer wieder zu Unglücken. In den vergangenen 45 Jahren starben mehr als 200 Arbeiter. Kohle ist die Hauptenergiequelle in dem osteuropäischen Land.