Stiller Schrecken im Gemeindebau

13.05.2018 • 20:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Bewohner des Gemeindebaus haben Blumen, Kerzen und Plüschtiere aufgestellt, nachdem dort ein siebenjähriges Mädchen tot in einem Müllcontainer gefunden wurde. apa
Die Bewohner des Gemeindebaus haben Blumen, Kerzen und Plüschtiere aufgestellt, nachdem dort ein siebenjähriges Mädchen tot in einem Müllcontainer gefunden wurde. apa

Vermisstes Kind wurde tot in Müllcontainer gefunden. Die Polizei ermittelt.

wien Mit einem Stich in den Hals ist ein siebenjähriges Mädchen in Wien getötet worden. Das habe die Obduktion ergeben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Leiche des Kindes war am Samstag in einen Plastiksack eingewickelt in einem Müllcontainer eines Wiener Gemeindebaus gefunden worden. Das Mädchen war am Freitagnachmittag vom Spielplatz des „Dittes-Hofs“ in der Heiligenstädter Straße verschwunden.

Spuren werden ausgewertet

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, so würden weiterhin Zeugen sowie die aus Tschetschenien stammenden Angehörigen der Siebenjährigen einvernommen und die sichergestellten Spuren ausgewertet, sagte Steirer am gestrigen Abend. Ansonsten gab man sich vonseiten der Exekutive äußerst bedeckt: Aus kriminaltaktischen Gründen würden zu den derzeitigen Ermittlungen keine weiteren Angaben gemacht.

Noch am Samstagabend war es traurige Gewissheit geworden, dass es sich bei der in einem Müllcontainer in Wien-Döbling entdeckten Leiche um die sterblichen Überreste des vermissten Mädchens handelt. Das Kind war zuletzt am Freitag gegen 15.00 Uhr beim Spielen gesehen worden. Die Vermisstenanzeige wurde dann gegen 23.30 Uhr von einem Angehörigen auf einer Polizeidienststelle aufgegeben. Schon in der Nacht wurde nach dem Kind gesucht, unter anderem in den Kellern der in den 1920er-Jahren errichteten Wohnhausanlage. Als dann am Samstagmorgen Mitarbeiter der Müllabfuhr beim Gemeindebau eintrafen, um die großen, schwarzen Container zu entleeren, kam es schließlich zu dem grausigen Fund. Der unweit des Bundeskriminalamts gelegene Fundort wurde großräumig abgesperrt und von zahlreichen Einsatzkräften bis gegen Mittag gesichert.