Malteser bleiben am längsten im „Hotel Mama“

15.05.2018 • 20:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien, Brüssel Die Malteser bleiben in der EU am längsten im Elternhaus. Laut Eurostat-Daten zogen sie 2017 im Durchschnitt erst mit 32,2 Jahren aus. Der EU-Durchschnitt liegt bei 26,0 Jahren. Am kürzesten halten es junge Schweden im „Hotel Mama“ aus, sie verlassen das heimatliche Nest bereits mit 21,0 Jahren. Die Österreicher liegen mit 25,2 Jahren unter dem EU-Durchschnitt.

Die Verweildauer junger Menschen in den elterlichen vier Wänden ist von 2016 auf 2017 im EU-Durchschnitt leicht zurückgegangen, von 26,1 auf 26,0 Prozent. In Österreich hat sie sich noch mehr reduziert, von 25,5 auf 25,2 Jahre. Dagegen ist das Auszugsalter der Jugendlichen in Schweden von 19,7 auf 21,0 Jahre gestiegen.

Hinter Malta rangieren die meisten Nesthocker in Kroatien (31,9 Jahre), Slowakei (30,8 Jahre) und Italien (30,1 Jahre). Am kürzesten bleiben Jugendliche nach Schweden in Dänemark (21,1 Jahre), Luxemburg (21,4 Jahre) und Finnland (21,9 Jahre) im Elternhaus.

Männer nutzen das „Hotel Mama“ deutlich länger als Frauen. Im EU-Schnitt ziehen Töchter mit 25,0 Jahren aus, Söhne erst mit 27,0 Jahren. Allerdings gibt es auch hier regional große Unterschiede: In Schweden bleiben die Männer nur geringfügig länger zuhause als die Frauen (21,1 zu 20,9 Jahre), in Rumänien beträgt die Differenz über vier Jahre (30,3 Jahre für Männer 25,6 Jahre für Frauen). In Österreich ziehen Söhne im Schnitt mit 26,0 Jahren aus, Töchter mit 24,4 Jahren.