Mit Kaiser Naruhito beginnt in Japan die Reiwa-Ära

Welt / 01.04.2019 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Regierungssprecher Yoshihide Suga präsentierte den Namen der neuen Ära. AFP
Regierungssprecher Yoshihide Suga präsentierte den Namen der neuen Ära. AFP

Tokio Wenn Japans neuer Kaiser Naruhito kommenden Monat sein Amt antritt, wird er den Beginn der „Reiwa“-Ära einläuten. Diesen Namen gab die japanische Regierung am Montag in Tokio bekannt, er steht für „Ordnung“ und „Frieden“ oder „Harmonie“. Für eine neue Ära einen Namen auszuwählen, ist eine jahrhundertealte Tradition.

Kaiser Akihito wird am 30. April nach drei Jahrzehnten abdanken. Am 1. Mai besteigt dann sein Sohn Naruhito den Chrysanthementhron, womit eine neue Zeitrechnung beginnt. Japan ist das einzige Land der Welt, in dem noch ein kaiserlicher Kalender verwendet wird: Derzeit ist in Japan noch Heisei 30 – das 30. Jahr der Ära von Kaiser Akihito. Auch wenn die Tradition der Ära-Namenswahl schon lange besteht – ihre Auswirkungen auf den Alltag sind nicht zu unterschätzen. Im Technologiesektor gibt es ähnliche Sorgen wie vor der Jahrtausendwende im Jahr 2000, ob die Umstellung von einer Ära auf die nächste ohne technische Probleme funktioniert.