Bakterien und Pilze in Raumstation können zur Gefahr werden

Welt / 07.04.2019 • 22:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Manche Bakterien auf der ISS weisen Resistenzen gegen Antibiotika auf. afp
Manche Bakterien auf der ISS weisen Resistenzen gegen Antibiotika auf. afp

washington Die Raumstation ISS mag weit von der Erde entfernt sein – frei von Mikroben ist sie nicht. Wissenschafter haben die Bakterien und Pilze katalogisiert, die auf den Oberflächen in der Station siedeln. Zu finden seien vor allem Mikroorganismen, die mit Menschen in Verbindung gebracht werden können, berichtet das Team im Fachjournal „Microbiome“.

Wichtig sind solche Ergebnisse auch für künftige Langzeitmissionen ins All, bei denen Keime eine immense Gefahr darstellen könnten, weil sich das Immunsystem von Raumfahrern im All verändert und medizinische Hilfe nur eingeschränkt möglich ist. Einige der nachgewiesenen Mikroorganismen trügen auf der Erde zur Zersetzung von Materialien bei, heißt es. Forscher vom California Institute of Technology in Pasadena hatten auf der Raumstation bei einer vorangegangenen Analyse Bakterienstämme nachgewiesen, die gegen etliche Antibiotika resistent sind.