Andere Länder, andere Sitten

Welt / 19.04.2019 • 22:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf den Philippinen lassen sich jährlich in einem umstrittenen Karfreitagsritual Menschen an Kreuze nageln. Die katholische Kirche verurteilt das Ritual. AFP
Auf den Philippinen lassen sich jährlich in einem umstrittenen Karfreitagsritual Menschen an Kreuze nageln. Die katholische Kirche verurteilt das Ritual. AFP

Rund um das Osterfest haben sich weltweit viele Bräuche entwickelt.

Wien Für kleine wie große Kinder ist es einer der Höhepunkte des Jahres: Schon Tage vor Ostern fiebern sie dem Osterhasen und seiner süßen Fracht entgegen. Doch auch bei den Osterbräuchen gilt die Devise „andere Länder, andere Sitten“.

USA: Im Weißen Haus in Washington ist das Ostereierrollen eine beliebte Tradition. Im Garten des US-Präsidenten dürfen Kinder Eier suchen und mit einem großen Löffel über den Rasen bugsieren.

Mexiko: In Mexiko-Stadt zieht der festliche Passionszug zur Erinnerung an die Leiden Christi durch den Ortsteil Iztapalapa.

Polen: Am Ostersamstag wird ein Korb mit bunten Eiern, Brot, Kuchen, Salz und weißen Würsten gefüllt. Die Fastenzeit ist vorbei, wenn der Korb am Ostersonntag in der Kirche gesegnet wird.

Irland: Iren markieren das Ende der Fastenzeit mit einer symbolischen Heringsbeerdigung. Der Fisch ist das Hauptnahrungsmittel während des 40-tägigen Fastens.

Italien: In vielen Dörfern gibt es Inszenierungen des Leidensweges Christi und Osterprozessionen. Backspezialitäten sind süßes Gebäck in Form einer Taube und herzhafte, mit Gemüse und Ei gefüllte Kuchen.

Spanien: Bei Prozessionen frommer Bruderschaften werden Jesus- und Heiligenfiguren durch die Straßen getragen. Vielerorts vermummen sich Teilnehmer mit spitzen Kapuzen.

Ungarn: Das „Begießen“ von Frauen und Mädchen am Ostermontag geht auf einen vorchristlichen Fruchtbarkeitsbrauch zurück. Männer besuchen verwandte oder befreundete Frauen und besprengen sie mit Parfüm.

Schweden: Kinder verkleiden sich mit langen Röcken und Kopftüchern als „Påskäring“ (Osterweiber) und ziehen von Haus zu Haus, um Süßes zu sammeln und selbstgemalte Osterkarten zu verteilen.