Kinder in Waschraum gesperrt: Ermittlungen gegen Kindergarten

Welt / 24.04.2019 • 20:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Gegen einen Kindergarten in Wien-Meidling sind schwere Vorwürfe erhoben worden: Laut der Tageszeitung „Presse“ sollen Kleinkinder in einen Waschraum geschickt – oder sogar gesperrt – worden sein. Die verantwortlichen Pädagoginnen seien mittlerweile entlassen worden. Die zuständige MA 11 (Kinder-und Jugendhilfe) leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Die sechs bis acht Kinder, die in den Waschraum geschickt worden sein sollen, seien so klein, dass sie noch nicht reden können, hieß es im „Presse“-Artikel. „Wir haben das nur erfahren, weil ein älterer Vorschulbub das beobachtet und zu Hause erzählt hat. Mein Kind spricht noch nicht, aber ich habe schon im Jänner gemerkt, dass es sich verändert hat. Es schläft nur noch bei Licht, schreit, wenn man die Klotür schließt, und hat seine Fröhlichkeit verloren“, wurde eine betroffene Mutter zitiert.

In dem Artikel bestätigte der Geschäftsführer des Kindergartenbetreibers „Kinder in Wien“ (Kiwi), Thomas-Peter Siegl, die Vorwürfe. „Ich bedaure diesen Vorfall sehr. Es ist korrekt, dass zwei Pädagoginnen in einer emotionalen Ausnahmesituation im Einzelfall Kinder in den Waschraum geschickt haben. Laut Pädagoginnen soll die Tür dabei offen gewesen sein, aber auch das geht nicht. Das ist ein pädagogisches Fehlverhalten, weshalb wir arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen haben“, wurde er in dem Bericht zitiert.