Schlag gegen Handel mit illegalen Waren im Darknet

03.05.2019 • 20:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Frankfurt am Main Ermittler in den USA und Europa haben einen der größten kriminellen Online-Marktplätze für Drogen und andere illegale Waren ausgehoben. Die drei mutmaßlichen Betreiber des sogenannten „Wall Street Market“ wurden in Deutschland gefasst. Über die Online-Plattform wurden neben Rauschgift unter anderem auch ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente und Schadsoftware gehandelt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt sagten. Es sei der weltweit zweitgrößte illegale Online-Marktplatz im Darknet gewesen, einem abgeschirmten Teil des Internets. Die Männer sollen als Betreiber der Plattform an den Verkäufen illegaler Artikel Provisionen verdient haben.

Seit März hatten Ermittler die drei Deutschen im Visier: Nachdem die Verdächtigen den Online-Marktplatz in den Wartungsmodus geschaltet und die hinterlegten Geldbeträge an sich selbst transferiert hatten, schlugen die Behörden zu. In den USA identifizierte die Staatsanwaltschaft Los Angeles zwei der umsatzstärksten Anbieter von Drogen auf dem „Wall Street Market“ und nahm diese fest. Bei Durchsuchungen der Tatverdächtigen in den USA wurden illegale Waffen und Bargeld in Millionenhöhe gefunden. „Zuletzt waren auf dem Online-Marktplatz über 63.000 Verkaufsangebote eingestellt sowie über 1.150.000 Kundenkonten und über 5400 Verkäufer angemeldet“, erklärte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.