Österreichs Gletscher verlieren jährlich einen Meter an Eisdicke

Welt / 09.05.2019 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Österreichs Gletscher haben ein Fünftel ihrer Masse verloren. APA
Österreichs Gletscher haben ein Fünftel ihrer Masse verloren. APA

Innsbruck Die Eisdicke der Gletscher in Österreich geht jährlich im Schnitt um einen Meter zurück. Das ermittelten Forscher des Instituts für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Innsbruck mit einer neuen Methode zur Messung der Eisdicke. Der im Fachblatt „Frontiers“ veröffentlichten Studie zufolge haben die Gletscher von 2006 bis 2016 ein Fünftel ihrer Masse verloren. „Bisher wurde die Eismasse in erster Linie anhand der Gletscherfläche abgeschätzt“, erklärte ÖAW-Gebirgsforscher Kay Helfricht.

Um aber herausfinden, wie dick die Eisschicht an unterschiedlichen Stellen eines Gletschers ist, griffen die Forscher auf die sogenannten österreichischen Gletscherinventare zurück. Darin finden sich unter anderem Daten über die Umrisse der Gletscher, Höhenmodelle auf Grundlage von Luftbildern sowie Laserscans. Diese kombinierten sie mit punktuellen Messdaten der Eisdicke von 58 heimischen Gletschern. So konnten sie die Dicke unter den jeweiligen topographischen Bedingungen für alle Gletscher Österreichs möglichst realistisch ermitteln.