Almosenmeister des Papstes droht Klage wegen Stromdiebstahls

Welt / 13.05.2019 • 22:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Rom Weil er am Samstag eigenhändig dafür gesorgt hat, dass 150 Familien in einem illegal besetzten Wohnhaus in Rom wieder Strom und warmes Wasser haben, droht dem „Almosenmeister“ des Papstes, dem polnische Kardinal Konrad Krajewski, eine Strafanzeige wegen Stromdiebstahls. Die römische Stromgesellschaft Acea reichte bei der Polizei eine Anzeige wegen unerlaubter Einschaltung gesperrter Stromzähler ein.

Wegen unbezahlter Rechnungen in Höhe von 300.000 Euro war der Strom in dem Gebäude am 6. Mai abgestellt worden. Die Strafanzeige wurde gegen unbekannt eingereicht. Kajewski besuchte am Samstag die rund 400 Bewohner des Gebäudes, das die Gemeinde Rom räumen will, und brachte den Kindern Spielsachen. Da das Gebäude und die besetzten Wohnungen drei Tagen ohne Strom waren, reaktivierte Krajewski selbstständig die Stromversorgung. Kardinal Krajewkis betonte, er übernehme persönlich die Verantwortung für seine Geste.

Krajewski ist immer wieder zugunsten von Armen in Rom im Einsatz. AFP
Krajewski ist immer wieder zugunsten von Armen in Rom im Einsatz. AFP