Armbrust-Fall: Obduktionen brachten etwas Licht ins Dunkel

Welt / 14.05.2019 • 20:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchten den Tatort. AFP
Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchten den Tatort. AFP

Passau Der Armbrust-Fall mit drei Toten in Passau und zwei Toten im niedersächsischen Wittingen gibt weiter Rätsel auf. Die Obduktionen der Leichen brachten zumindest etwas Licht ins Dunkel. Die Untersuchung der Toten aus Passau gab Hinweise auf die Tatumstände. Geklärt ist die Identität der beiden am Montag in einer Wohnung in Wittingen gefundenen Frauen. Wie sie ums Leben kamen, blieb zunächst noch unklar. Was die drei in der Passauer Pension mit Armbrustpfeilen getöteten Menschen betrifft, geht die Staatsanwaltschaft von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus. Es gebe keine Hinweise darauf, dass eine vierte Person beteiligt gewesen sein könnte, sagte am Dienstag ein Staatsanwaltschaftssprecher. Die Obduktion der am Samstag in Passau gefundenen Leichen ergab, dass ein 53-jähriger Mann und eine 33-jährige Frau, die in einem Bett lagen, durch Schüsse ins Herz getötet wurden. Die 30-Jährige, die auf dem Boden lag, sei durch einen Schuss in den Hals gestorben. Alles deute darauf hin, dass die 30-Jährige erst die beiden anderen und dann sich selbst erschossen habe. Die beiden Leichen im Bett hätten weitere Pfeile aufgewiesen, die jedoch erst nach den tödlichen Schüssen ins Herz abgeschossen worden seien. Bei keiner der drei Leichen gebe es Abwehrspuren. Zudem seien Testamente gefunden worden. Von möglichen Verbindungen des Trios in die Ritter-Szene, über die Medien berichteten, wusste der Sprecher der Staatsanwaltschaft nichts.