Ermittler durchsuchen weitere Wohnung in Armbrust-Fall

16.05.2019 • 20:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hildesheim Im mysteriösen Armbrustfall ist die Wohnung des in Passau getöteten 53-Jährigen durchsucht worden. Wie die Staatsanwaltschaft Hildesheim am Donnerstag mitteilte, war der Mann aus Rheinland-Pfalz ein Bekannter der zwei in Niedersachsen tot gefundenen Frauen. Die Durchsuchung sei angeordnet worden, um dafür weitere Belege zu finden. Es seien zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden. Am Samstag hatten Mitarbeiter einer Pension in Passau den 53-Jährigen sowie zwei 33 und 30 Jahre alte Frauen tot aufgefunden. Die Ermittler gehen in diesem Fall von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus. Demnach deutet alles darauf hin, dass die 30-Jährige die beiden anderen sowie sich selbst mit Armbrustpfeilen erschoss.

Am Montag wurden dann in der Wohnung der 30-Jährigen im niedersächsischen Wittingen die Leichen von deren Lebenspartnerin (35) und von einer 19-Jährigen entdeckt. Die Ursache für den Tod der 35-Jährigen und der 19-Jährigen in Wittingen sei weiter unklar. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei keine bisher unbekannte dritte Person in das Geschehen involviert.

Ein Gutachten soll unter anderem die Frage klären, ob ein Mensch sich mit einer Armbrust selbst töten kann. „Wir sind uns sicher, dass das möglich war“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau am Donnerstag. „Es geht darum, das wasserdicht abzusichern.“