Heute ist Weltbienentag

Welt / 19.05.2019 • 22:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nicht nur Hobby- und Berufsimker sorgen sich zu Recht um das Wohlergehen der Bienen. apa
Nicht nur Hobby- und Berufsimker sorgen sich zu Recht um das Wohlergehen der Bienen. apa

Die Zahl der Bienenvölker sinkt dramatisch. Jeder Einzelne kann etwas dagegen tun.

schwarzach, wien Am 20. Mai des Jahres 1734 kam im slowenischen Greznica Anton Janscha auf die Welt. Er gilt heute als einer der Väter der modernen Imkerei, und seit dem vergangenen Jahr markiert sein Geburtstag den von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltbienentag.

Lage ist ernst

Wir brauchen die Biene. Darauf will der Weltbienentag aufmerksam machen. Denn die Lage der Bienen ist ernst. „Viele sind seit Jahren gefährdet, einige bereits ausgestorben“, sagt Gerlind Lehmann, Professorin für Evolutionäre Ökologie an der Berliner Humboldt Universität. Nicht alle Ursachen für den Schwund der Wildbienen und vieler anderer Insekten seien erforscht, sagt Lehmann. Einen großen Anteil hat die industrielle Landwirtschaft mit ihren großen Acker- und Weideflächen. Diese raube den Bienen Lebensraum und Nahrungsquellen. Spritzmittel machen ihnen ebenfalls den Garaus. 

„Lasst es blühen!“

Ein Problem ist demnach auch die österreichische und deutsche Gründlichkeit mit akkuraten Rasenflächen und unkrautfreien Grünanlagen. „Ein bisschen mehr Schlamperei täte der Sache gut, lasst es blühen“, sagt Gerhard Hasz­prunar, Direktor der Zoologischen Staatssammlung München, „auch im Balkonkasten.“

Initiative „Nationalpark Garten“

Die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 hat die Gartenbesitzer in Österreich dazu aufgerufen, sich an ihrer „Initiative Nationalpark Garten“ zu beteiligen. Dabei soll ein großes Netzwerk an kleinen Naturschutzgebieten mit Lebensräumen für Bienen, Schmetterlinge und andere Tierarten entstehen, hieß es. Informationen unter www.nationalparkgarten.at.