Klimaziele: Schlechtes Zeugnis für Österreichs Verkehrsmaßnahmen

13.06.2019 • 20:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Eine am Donnerstag veröffentlichte Studie stellt den Verkehrsmaßnahmen in Österreichs Entwurf zum Nationalen Energie- und Klimaplan ein schlechtes Zeugnis aus. Das berichtete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Die Alpenrepublik belege im EU-Vergleich nur den 22. Platz. Als gravierende Mängel werden unter anderem das Fehlen konkreter Ziele beim Ausstieg aus Diesel und Benzin und konkreter Maßnahmen zur Verdoppelung des Radverkehrs bis 2025 genannt. Gefordert sei bereits die aktuelle Regierung, da für Nachbesserungen nur bis Ende des Jahres Zeit bleibt. Die EU-Kommission wird laut VCÖ bis Ende Juni ihre Bewertung an Österreich übergeben. Alle Mitgliedsstaaten mussten bis Ende 2018 der Kommission einen Entwurf ihres Nationalen Energie- und Klimaplans zusenden. Darin sollen Maßnahmen und Zwischenschritte enthalten sein, wie die einzelnen Staaten ihre Klimaziele erreichen möchten. Die internationale Dachorganisation des VCÖ, „Transport & Environment“, kam in der Analyse der Maßnahmen zum Ergebnis: Im Verkehrsbereich müssen alle Mitgliedsstaaten nachbessern, um die Ziele erreichen zu können.

Die Analyse mache aber auch Hoffnung, berichtete der VCÖ. Wenn die Staaten voneinander lernen und in den einzelnen Bereichen die jeweiligen Best-Practice-Maßnahmen umsetzen, dann können sie im Verkehrsbereich die für das Jahr 2030 beschlossenen Klimaziele erreichen.