Aufatmen nach Rekordhitze

Welt / 30.06.2019 • 22:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit Temperaturextremen ist es vorerst vorbei, doch das Wetter bleibt sommerlich. dpa
Mit Temperaturextremen ist es vorerst vorbei, doch das Wetter bleibt sommerlich. dpa

Europaweite Hitzewelle mit Waldbränden und Todesopfern neigt sich dem Ende zu.

Wien Nach fast einer Woche mit Rekordtemperaturen, Hitzetoten und Waldbränden in vielen Teilen Europas kühlt es sich langsam wieder ab. In Frankreich und Spanien gingen die Temperaturen am Sonntag bereits zurück, in Deutschland und Österreich kündigte sich das Ende der Hitzewelle für Montag an. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) soll vom Westen her eine Störung im Verlauf des Wochenbeginns für teils heftige Gewitter und Regenschauer sorgen. Mit den Temperaturextremen ist‘s vorerst vorbei, die maximal zu erreichenden 30 Grad würden „in Zeiten wie diesen nachgerade erfrischend“ erscheinen, teilten die Experten am Sonntag mit.

In Deutschland wurde es am letzten Juni-Sonntag nochmal richtig heiß: Am Sonntag sind um 15 Uhr in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) 38,9 Grad gemessen worden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Damit wurde die bisherige Höchstmarke von 38,6 Grad vom vergangenen Mittwoch in Coschen (Brandenburg) bereits wieder geknackt. Der Allzeit-Temperaturrekord von 40,3 Grad für Deutschland blieb jedoch zunächst unerreicht. In der neuen Woche können sich die Menschen auf etwas Abkühlung freuen. Bis zum Dienstag gehen die Temperaturen auf unter 30 Grad zurück, wie der DWD am Sonntag mitteilte.

Europaweit starben mindestens acht Menschen an den Folgen der Hitze. Die meisten Hitzetoten verzeichnete Frankreich: Seit Donnerstag starben vier Menschen in verschiedenen Landesteilen, ein weiterer schwebt nach einem Schwächeanfall in Lebensgefahr. Zwei Tote wurden jeweils in Spanien und Italien registriert. Bei den meisten Opfern handelte es sich um ältere Menschen oder Bauarbeiter.

In Spanien wüteten am Sonntag weiterhin an mehreren Orten Waldbrände. Hunderte Soldaten und Feuerwehrleute waren im Einsatz.