Algenplage in der Karibik ruft Experten auf den Plan

01.07.2019 • 20:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
So wir hier in Cancún sieht es derzeit an vielen Karibikstränden aus. RTS
So wir hier in Cancún sieht es derzeit an vielen Karibikstränden aus. RTS

CancÚn Unmengen brauner Algen vermiesen derzeit vielen Karibiktouristen den Strandurlaub. Egal ob in Mexiko, Barbados oder Florida, an vielen Traumstränden bedecken sogenannte Golftange das Wasser und den weißen Sand. Arbeiter säubern jeden Tag die Strände vor den Hotels, die mexikanischen Streitkräfte werfen sogar Marineschiffe in die „Schlacht“ gegen die Plage. Wissenschafter und Unternehmer wollen nun einen Schritt weitergehen und einen Nutzen aus den Braunalgen ziehen. „Mit einer Tonne frischer Braunalgen konnten wir rund 800 Kilo Speisepilze züchten“, berichtet Biologe Alfonso Larqué vom wissenschaftlichen Forschungszentrum in Yucatan (CICY). Der Besitzer einer Baumschule hat ein Haus aus Algenziegeln gebaut. Jorge Castro benutzt die Wasserpflanzen zur Herstellung von Schuhen. Wenn die Algen an Land geschwemmt werden, zersetzen sie sich und verbreiten einen Geruch wie von faulen Eiern. Sie erodieren den Strand und bedrohen Nistplätze von Meeresschildkröten.