USA fordern 12,6 Milliarden Dollar von „El Chapo“

07.07.2019 • 20:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
 Joaquin
 Joaquin „El Chapo“ Guzmán muss lebenslang hinter Gitter. AFP

Washington US-Bundesanwälte fordern vom verurteilten mexikanischen Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán 12,6 Milliarden Dollar. Die Anwälte erklärten, dies sei eine konservative Schätzung der Summe, die Guzmán aus der Drogenkriminalität eingenommen habe. Sie machen „El Chapo“ für den Verkauf von über 500.000 Kilo Kokain im Wert von 11,8 Milliarden Dollar in den USA verantwortlich, hinzu kämen Marihuana und Heroin im Wert von mehreren Hundert Millionen Dollar.

Jeffrey Lichtman, einer von Guzmáns Anwälten, sagte laut CNN vor Gericht, dies sei eine „weitgehend akademische Übung“, da die Regierung noch nie einen Cent dieser Summe identifiziert habe, die angeblich von Guzmán erzielt worden sei. Anwältin Mariel Colon wird zitiert: „Es ist verrückt zu glauben, dass Guzman all das Geld hat.“ Der 62-Jährige wurde im Februar in einem der größten Prozesse zu Drogenkriminalität in der Geschichte der USA in allen zehn Anklagepunkten schuldig gesprochen.