Patient sticht in Wiener Spital Arzt nieder

Welt / 10.07.2019 • 22:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Oberarzt erlitt bei dem Angriff lebensgefährliche Verletzungen.  APA
Der Oberarzt erlitt bei dem Angriff lebensgefährliche Verletzungen.  APA

Wien Ein Patient hat am Mittwochvormittag einen Arzt in der Herzambulanz des Wiener Sozialmedizinischen Zentrums Süd (SMZ) – das frühere Kaiser-Franz-Josef-Spital – niedergestochen. Der 33-jährige Mann hatte in der voll besetzten Ambulanz auf den 64-jährigen Oberarzt gewartet und rammte ihm ein Messer in den Bauch. Der Medizinier erlitt zunächst lebensgefährliche Verletzungen. Das Opfer wurde notoperiert und befand sich am Nachmittag außer Lebensgefahr.

Hinter einer Messerattacke dürfte ein „persönliches Motiv“ gestanden sein. Opfer und der Verdächtige, ein 33 Jahre alter Mann aus Sierra Leone, ein Patient des Krankenhauses, kannten einander seit längerer Zeit. Der 33-Jährige stand dort in Behandlung, hieß es bei einer Pressekonferenz in dem Spital. „Es dürfte sich um einen gezielten Angriff gehandelt haben“, sagte Gerhard Winkler vom Landeskriminalamt Süd. Der Verdächtige mit Asylstatus sei seit 2011 im SMZ-Süd in Behandlung gewesen. Der Verdächtige war laut dem Kriminalisten bisher wegen Gewaltdelikten nicht auffällig. Die Einvernahmen laufen.