Fall Orlandi: Im Vatikan geöffnete Gräber sind leer

Welt / 11.07.2019 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Emanuela Orlandi ist vor 36 Jahren spurlos verschwunden. AP
Emanuela Orlandi ist vor 36 Jahren spurlos verschwunden. AP

Rom Die spektakuläre Graböffnung auf dem deutschen Friedhof im Vatikan hat die Hoffnung auf die Aufklärung eines mysteriösen Kriminalfalls zerschlagen. Die beiden Gräber seien komplett leer gewesen, sagte Vatikansprecher Alessandro Gisotti am Donnerstag. Es seien weder die Gebeine des verschwundenen Mädchens Emanuela Orlandi, noch andere Überreste gefunden worden. „Die Suche hat keine Ergebnisse gebracht.“ Der Vatikan hatte die Gräber öffnen lassen, um dort nach möglichen Überresten des Mädchens zu suchen.

Die Familie Orlandi sucht seit Jahrzehnten nach einer Antwort in dem Fall. Emanuela, die Tochter eines Vatikan-Hofdieners, war im Juni 1983 nach dem Besuch einer Musikschule nicht nach Hause gekommen. Emanuelas Bruder Pietro Orlandi sagte, er sei „erleichtert“. „Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn man die Überreste von Emanuela gefunden hätte.“ Alle seien allerdings sehr verwundert gewesen, dass die Gräber komplett leer waren.