Tragödie am Hauptbahnhof

Welt / 29.07.2019 • 22:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach der schrecklichen Tragödie auf Gleis 7 hat die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen und wertet nun Videomaterial aus. afp
Nach der schrecklichen Tragödie auf Gleis 7 hat die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen und wertet nun Videomaterial aus. afp

Mutter und Sohn (8) am Frankfurter Hauptbahnhof auf Gleise gestoßen – Bub tot.

Frankfurt Unfassbare Tragödie am Frankfurter Hauptbahnhof: Ein achtjähriger Bub ist von einem Mann vor einen einfahrenden ICE gestoßen und getötet worden. Der Mann soll auch die Mutter des Kindes ins Gleisbett gestoßen und es bei einer weiteren Person versucht haben. Die 40-jährige Mutter habe sich auf einen Fußweg zwischen zwei Gleisen gerettet. Die dritte Person konnte sich in Sicherheit bringen, ohne in die Gleise zu stürzen. „Das Kind wurde vom Zug überrollt und tödlich verletzt, es starb noch im Gleisbett“, sagte Polizeisprecher Thomas Hollerbach.

Der 40 Jahre alte Tatverdächtige soll ersten Ermittlungen zufolge aus Eritrea stammen. Er flüchtete zunächst, wurde aber von Passanten verfolgt und später von der Polizei außerhalb des Bahnhofs festgenommen. Am Hauptbahnhof sei es zu einem „massiven Polizeieinsatz“ gekommen, berichtete die Sprecherin.

„Keine Verbindung“

Der mutmaßliche Täter und seine Opfer kannten sich den Ermittlungen zufolge nicht. Die Mutter des Achtjährigen wurde in ein Krankenhaus gebracht und notfallmedizinisch versorgt. Sie solle so bald wie möglich befragt werden, sagte ein Polizeisprecher. Die Gleise 4 bis 9 für wurden für mehrere Stunden gesperrt. Es kam zu Ausfällen und Verspätungen, wie eine Sprecherin sagte. Die Deutsche Bahn kündigte an, eine Sonder-Telefonnummer zur psychologischen Betreuung für Zeugen des Vorfalls freizuschalten. 

Erst am Samstag voriger Woche war im Bahnhof der niederrheinischen Stadt Voerde eine 34 Jahre alte Mutter vor einen Regionalzug gestoßen worden und ums Leben gekommen. Der mutmaßliche 28-jährige Täter und das Opfer kannten sich den Ermittlern zufolge ebenso wie im Frankfurter Fall nicht.