Massaker fachen Trump-Kritik an

05.08.2019 • 20:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Viele Menschen sind in El Paso zusammengekommen, um der Opfer des Massakers zu ge­denken. AFP
Viele Menschen sind in El Paso zusammengekommen, um der Opfer des Massakers zu ge­denken. AFP

Trägt Donald Trump mit seiner Rhetorik eine Mitschuld an der Bluttat von El Paso?

El Paso, Dayton 22 Tote in El Paso, neun Tote in Dayton: Nach einem erschütternden Wochenende mit zwei Massakern wächst in den USA die Wut über den Rassismus im Land und das Versagen bei der Waffenkontrolle. Im Zentrum der Empörung steht vor allem einer: Präsident Donald Trump. Mehrere prominente Demokraten beschuldigten den Republikaner, er ebne mit seiner Rhetorik den Weg für Hassverbrechen. Trump selbst sprach den Menschen in El Paso und in Dayton sein Mitgefühl aus. „Hass hat keinen Platz in unserem Land, und wir werden uns darum kümmern“, sagte er.

Ermittler behandeln die Bluttat von El Paso als inländischen Terrorismus. Ein 21-jähriger weißer Texaner wird verdächtigt, in einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt zu Mexiko das Feuer eröffnet und 20 Menschen getötet zu haben. Der mutmaßliche Schütze hatte sich ergeben und befindet sich in Polizeigewahrsam. Die Ermittler prüfen, ob ein kurz vor der Tat im Netz veröffentlichtes Pamphlet vom Täter stammt. Es sehe zunehmend danach aus, sagte El Pasos Polizeichef Greg Allen. In der Kampfschrift heißt es unter anderem: „Dieser Angriff ist eine Antwort auf die hispanische Invasion in Texas.“

Trump hatte die Eindämmung illegaler Einwanderung über die US-mexikanische Grenze zu einem Kernpunkt seiner Präsidentschaft gemacht. In diesem Zusammenhang sprach er selbst öfter von einer „Invasion“. Seit Längerem werfen ihm Kritiker vor, mit seiner aggressiven Rhetorik den Rassismus im Land zu befeuern. Trump will nun eine Gesetzesinitiative auf den Weg bringen, die die Todesstrafe bei Hassverbrechen und Massenmord vorsieht. Er habe das Justizministerium angeordnet, eine entsprechende Gesetzgebung auszuarbeiten, sagte Trump im Weißen Haus in einer Ansprache an die Nation.