Mensch hat in Neuseeland über 70 Vogelarten ausgelöscht

Welt / 05.08.2019 • 22:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Nachtpapagei Kakapo wäre vor wenigen Jahren fast ausgestorben. AFP
Der Nachtpapagei Kakapo wäre vor wenigen Jahren fast ausgestorben. AFP

Wellington, Berlin Seit seiner Ankunft hat der Mensch die Vogelwelt in Neuseeland so stark dezimiert, dass die Regeneration etwa 50 Millionen Jahre dauern würde. Bis die Evolution wieder eine so artenreiche Vogelwelt wie einst entwickeln könnte, würde es somit bei Weitem länger dauern als der Mensch bisher existiert, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt „Current Biology“.

Nach der Ankunft in Neuseeland vor etwa 700 Jahren verursachten der Mensch und seine mitgebrachten Tiere demnach eine verheerende Aussterbewelle in der Vogelwelt. Mehr als 70 Vogelarten verschwanden, wie das Naturkundemuseum Berlin mitteilte. Trotz der heutigen Anstrengungen beim Vogelschutz gelten laut der Studie 30 Prozent der noch vorhandenen Arten als vom Aussterben bedroht. Da es ursprünglich auf den Inseln keine Säugetiere (außer Fledermäusen) gab, waren die Vögel nicht auf solche Feinde eingestellt.