Hitzewellen töten Korallenriffe viel schneller als angenommen

Welt / 09.08.2019 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Korallen im Great Barrier Reef waren 2016 und 2017 massiv betroffen. rts
Die Korallen im Great Barrier Reef waren 2016 und 2017 massiv betroffen. rts

Sydney Die Erwärmung der Meere führt einer Studie zufolge weitaus schneller zum Korallensterben als bisher angenommen. Der Prozess könne sich binnen Tagen oder Wochen abspielen, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Studie von Forschern der Universität New South­ Wales.

Die Meereserwärmung als Folge des Klimawandels führt bekanntlich zu der sogenannten Korallen-bleiche, bei der die auf den Korallen sitzenden Algen absterben. Die Algen geben den Korallen ihr bunt schillerndes Aussehen und dienen ihnen als Nahrungsquelle. Bei sinkenden Wassertemperaturen besteht die Möglichkeit einer Regenerierung der Riffe. Wiederholte Bleichen jedoch, wie etwa am australischen Great Barrier Reef in den Jahren 2016 und 2017, können der Studie zufolge die Korallen selbst abtöten – und zwar binnen Tagen oder Wochen und nicht wie bisher angenommen über Monate und Jahre.

Die Korallenbleiche im Great Barrier Reef war 2016 und 2017 besonders massiv. rts
Die Korallenbleiche im Great Barrier Reef war 2016 und 2017 besonders massiv. rts