Hohe Haftstrafen im Lügde-Missbrauchsprozess

Welt / 05.09.2019 • 22:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Richterin Anke Grudda hatte kaum Gründe, von der Höchststrafe abzuweichen. APA
Richterin Anke Grudda hatte kaum Gründe, von der Höchststrafe abzuweichen. APA

Detmold Im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde im Norden Deutschlands sind die Angeklagten zu hohen Haftstrafen und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Landgericht Detmold verhängte am Donnerstag eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren gegen einen 56-Jährigen, ein 34-Jähriger erhielt zwölf Jahre. Das Gericht ordnete außerdem die anschließende Sicherungsverwahrung für die beiden an. Zu groß sei das Risiko, dass sie sich nach der verbüßten Haft wieder an Kindern vergehen würden, begründete das Gericht.

Auf dem Campingplatz im Bundesland Nordrhein-Westfalen hatten die beiden jahrelang insgesamt 32 Kinder sexuell missbraucht. Andreas V. (56) wurden rund 290 Missbrauchstaten zur Last gelegt. Mario S. (34) hatte sich in rund 160 Fällen an Mädchen und Buben vergangen. Unter den Taten waren insgesamt rund 250 Vergewaltigungen. Die jüngsten Opfer waren erst vier Jahre alt.