Hitze gefährdet Meeresbewohner

Welt / 06.09.2019 • 22:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vor etwa fünf Jahren hatte es eine ähnliche Hitzewelle gegeben, die für geringere Überlebensraten junger Lachse verantwortlich gemacht wurde. Ap
Vor etwa fünf Jahren hatte es eine ähnliche Hitzewelle gegeben, die für geringere Überlebensraten junger Lachse verantwortlich gemacht wurde. Ap

Wissenschaflter beobachten neue Hitzewelle im Pazifischen Ozean: Lachse bedroht.

seattle Wissenschaftler beobachten an der US-Westküste eine neue Hitzewelle im Pazifischen Ozean. Ungewöhnlich warmes Wasser breite sich von Alaska bis Kalifornien aus, teilten Forscher der Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (Noaa) mit. Sie befürchten eine große Störung für Meereslebewesen wie Lachse, Wale und Seelöwen.

Vor etwa fünf Jahren hatte es eine ähnliche Hitzewelle gegeben, die für geringere Überlebensraten junger Lachse verantwortlich gemacht wurde. Mehr Buckelwale verfingen sich in Fischernetzen, weil sie sich auf der Suche nach Nahrung weiter der Küste annäherten. Algen gediehen besser und sorgten für weniger Krabben und Muscheln.

„Angesichts des Ausmaßes, das wir das letzte Mal gesehen haben, wollen wir wissen, ob es sich diesmal auf ähnlichem Weg entwickelt“, sagte Chris Harvey, Wissenschaftler beim Northwest Fisheries Science Center. Laut der Fischereiabteilung von Noaa erreichte das Wasser Temperaturen, die mehr als 5 Grad Fahrenheit (etwa 3 Grad Celsius) über dem Durchschnitt lagen. Ob diese Hitzewelle sich schneller abschwäche als die vergangene, sei noch abzuwarten, so die Agentur.

Sollte sie anhalten, könnte dies dramatisch für im nordwestlichen Pazifik beheimatete gefährdete Arten wie Orcas sein. Die Schwertwale ernähren sich zum großen Teil von Königslachs. Das wärmere Wasser kann die Nahrungskette schwächen und Jäger des jungen Lachses, darunter Seevögel, näher an die Küsten treiben, was den Lachsbestand weiter schmälern könnte.

Die neue Hitzewelle entstand in den vergangenen Monaten auf ähnliche Weise wie die vorherige in der Region. Nach jener ist diese die am weitesten ausgebreitete Hitzewelle im nördlichen Pazifik der vergangenen 40 Jahre, so weit, wie die Aufzeichnungen zurückgehen.