2500 Vermisste auf den Bahamas

Welt / 12.09.2019 • 22:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Wirbelsturm war mit Windstärken von bis zu 300 km/h über die Bahamas hinweggefegt. Mindestens 13.000 Wohnhäuser wurden zerstört. AFP
Der Wirbelsturm war mit Windstärken von bis zu 300 km/h über die Bahamas hinweggefegt. Mindestens 13.000 Wohnhäuser wurden zerstört. AFP

Die Zahl der Toten nach Hurrikan „Dorian“ könnte enorm ansteigen.

Nassau Nach dem verheerenden Hurrikan „Dorian“ werden auf den Bahamas noch rund 2500 Menschen vermisst. Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, geht diese Zahl aus einer vorläufigen Liste der Regierung des karibischen Inselstaats hervor. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der bislang 50 bestätigten Toten „deutlich steigen“ werde, sagte Premierminister Hubert Minnis in einer TV-Ansprache. Die Vermissten-Liste sei noch nicht mit den Namen der Menschen abgeglichen worden, die aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht wurden oder sich noch in Notunterkünften befinden, betonte Katastrophenschutz-Sprecher Carl Smith. Es könne Wochen dauern, bis alle Todesopfer geborgen seien, sagte der Minister für Nationale Sicherheit, Marvin Dames, nach örtlichen Medienberichten. Noch seien die Helfer nicht in alle verwüsteten Gebiete vorgedrungen.

„Dorian“ hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 getroffen und verharrte später über der Insel Grand Bahama. Erst nach knapp drei Tagen mit enormen Zerstörungen zog er komplett über die Bahamas hinweg. Nach Schätzung des Roten Kreuzes wurden auf der Insel Grand Bahama und den Abaco-Inseln etwa 13.000 Wohnhäuser schwer beschädigt oder zerstört.

Premier Minnis nannte den Hurrikan „eine historische Tragödie“. Große Teile von Abaco und Grand Bahama seien zerstört worden. Es sehe mancherorts aus, „als wäre eine massive Atombombe explodiert“. Deutsche und niederländische Marinesoldaten begannen unterdessen mit ihrem Hilfseinsatz auf den Bahamas. Der Einsatz werde aber durch Regen und starken Wind erschwert. „Das macht es nicht einfacher, dringend benötigte Fahrzeuge und Hilfsgüter an Land zu bringen“, sagte der Kommandeur der insgesamt rund 550 niederländischen Soldaten, Ad van de Sande.